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Was passiert mit dem Goldpreis?

von Carsten Englert

In den letzten Jahren gab es für Goldfans nicht viel zu holen. In den letzten drei Jahren gab es nur einmal ein marginales Jahresplus, ansonsten hagelte es Verluste. Doch in diesem Jahr ist der Goldpreis bereits wieder mehr als 20 Prozent im Plus. Kann er das ins Ziel retten oder gar noch ausbauen?

Um diese Frage zu beantworten muss man die ganzen Aspekte beleuchten, die den Goldpreis beeinflussen. Da ist zunächst die Charttechnik. Nachdem der Goldpreis von Jahresanfang bis Februar steil nach oben schoss, schloss sich eine seitwärts bis leicht aufwärts ausgerichtete Konsolidierung an, die mehrere Monate dauerte. Durch den jüngsten steilen Anstieg stehen die Chancen nun gut, dass der Goldpreis den Aufwärtstrend wieder aufnimmt.

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Der Schwung der letzten Tage kam aus fundamentaler Sicht vor allem von einem neuen Krisenszenario: dem Brexit. So wird die Abstimmung über einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU genannt (siehe Kolumne von letzter Woche). Zu Beginn dieser Woche eskalierte die Sorge in Panik, da die Zustimmung für einen Brexit in Umfragen stieg. Auch die Buchmacher haben ihre Quoten für einen Brexit gesenkt, was nichts anderes als eine höhere Wahrscheinlichkeit des Brexits bedeutete. Die Angst vor einer Kettenreaktion ist groß. Den Abschied Großbritanniens könnte die EU ohne Zweifel realwirtschaftlich überstehen (umgekehrt auch), zumal es im Anschluss bald zu Handelsabkommen kommen dürfte. Doch die eigentliche Sorge ist, dass es danach zu weiteren Austritten als Domino-Effekt kommen könnte und am Ende die EU auseinanderbricht. Das hätte in der Tat Verwerfungen an den Kapitalmärkten zur Folge und würde zu großer Verunsicherung führen.

Also suchen die Anleger sichere Häfen. Einer davon ist Gold. Allerdings gibt es auch andere sichere Häfen. Eine stets gesuchte Währung im Krisenfall ist der Japanische Yen. Auch diesmal legt er innerhalb kurzer Zeit dramatisch gegenüber dem US- Dollar und vor allem gegenüber dem Euro zu. Damit könnte die Flucht jedoch neue systemische Stresssituationen auslösen: Japans Wirtschaft, die stark vom Export abhängt, liegt nach wie vor am Boden. Doch das Land ist höchst verschuldet und die Geldpolitik extrem exzessiv. Wenn nun durch einen künstlich massiv gestärkten Yen der Export einbricht, dürfte Japan wackeln. Dann könnte sich die sehr riskante Geldpolitk rächen und Japan in eine Finanzkrise stürzen. Da Japan eine der wichtigsten Volkswirtschaften der Welt ist, würde auch das Schockwellen durch die Kapitalmärkte senden. Damit dürfte klar sein: Kommt es zum Brexit, werden sich immer mehr Anleger mit Gold eindecken, wenn ihnen bewusst wird, welches Ausmaß die Verwerfungen annehmen könnten. Bleibt Großbritannien in der EU, würde sich dieses Krisenszenario naturgemäß deutlich abmildern.

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Am Donnerstag gab es ein schreckliches Ereignis, das nun die Wahrscheinlichkeit eines Brexits reduziert hat. In Nordengland wurde eine junge Politikerin - die sich sehr deutlich für einen Verbleib in der EU stark gemacht hat - von einem Mann auf offener Straße getötet. Es wird vermutet, dass der psychisch gestörte Mann vom anderen politischen Lager kam. Sogleich hat die Börse eine geringere Wahrscheinlichkeit eingepreist. Denn wer will schon mit Mördern gemeinsame Sache machen? Der ein oder andere dürfte nun in der Tat sein Votum hinterfragen. Wem die Reaktion der Börse zynisch und makaber vorkommt - im Prinzip wurde hier ein Mord gefeiert - der hat völlig Recht! Aber so sind die Märkte nun mal. Der Ausgang des Votums spielt eine große Rolle für die weitere Entwicklung des Goldpreises.

Weiterhin spielt die Geldpolitik eine wichtige Rolle für den Goldpreis. Da hat sich diese Woche gezeigt, dass die völlig unnormale und irrationale Situation mit Nullzinsen und Negativzinsen weiter bestehen bleiben wird. Selbst die Fed hat nun wieder einen Rückzieher gemacht, auch aufgrund der Krisengefahr durch den Brexit. Doch das Problem: Durch die völlig abenteuerliche Geldpolitik werden immer neue Krisenherde auf der Welt aufpoppen, politische, fiskalische und Finanzmarktkrisen. Es wird also immer Ausreden für die Zinswende geben und diese immer weiter nach hinten verschoben. Dadurch werden wieder neue Krisen und somit neue Ausreden produziert. Ein Teufelskreis, der dem Goldpreis noch sehr lange auf die Sprünge helfen wird.

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All diese Szenarien führen dazu, dass die Anleger verstärkt die sicheren Häfen ansteuern. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Goldbestände der Exchange Traded Funds, die von Investmentanalegern meist als Vehikel genommen werden. Stellvertretend zu sehen an den Zahlen des weltgrößten Gold-ETFs, dem SPDR Gold Trust. Zum Jahreswechsel hielt dieser noch 642 Tonnen Gold. Stand Donnerstag sind wir nun schon bei 902 Tonnen angekommen. Damals stand der Goldpreis übrigens nahezu exakt auf dem gleichen Kurs wie jetzt. Es ist also eine Korrelation zu erkennen. Sein Hoch markierte der Goldpreis im September 2011 bei 1.920 Dollar. Damals betrugen die Bestände im Hoch 1.252 Tonnen. Kann der Bestand in der zweiten Jahreshälfte erneut um 40 Prozent steigen wie in der ersten Jahreshälfte, wären wir vom Goldbestand wieder auf diesem Niveau ?

Der Goldpreis ist wieder zurück im Spiel! Es dürfte nicht schaden, das Edelmetall in der einen oder anderen Form als eine strategische Teilposition ins Portfolio aufzunehmen, wenn es nicht schon längst geschehen ist.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

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