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Mit Negativzinsen gegen die Deflationskrake

von Carsten Englert

Die Geldpolitik ist schon seit geraumer Zeit ein heiß diskutiertes Thema, vor allem auch in Deutschland. Die Angst der Notenbanker vor Deflation ist fast schon panisch. Das verwundert auch nicht, da das Beispiel Japan gezeigt hat, wie schwierig es ist, aus den Fängen der Deflationskrake wieder heraus zu kommen, wenn sie einen erst mal im Griff hat. Damit begründen die Draghis und Yellens dieser Welt ihre völlig unkonventionellen Methoden bis hin zu Negativzinsen. Die Wirtschaft soll mit aller Macht wieder richtig in Schwung gebracht werden. Da muss man eben auch Nebenwirkungen wie neue Spekulationsblasen, die dabei entstehen, in Kauf nehmen. Doch was ist, wenn diese Maßnahmen gar nicht wirken, oder gar das Gegenteil bewirken und am Ende nur die höchst gefährlichen Nebenwirkungen bleiben?

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Vor diesem Hintergrund war eine kleine Meldung, die ich in dieser Woche auf www.onvista.de gelesen habe, höchst interessant! Demnach überlegt die Schweizer Großbank UBS, Negativzinsen nun auch den Superreichen anzurechnen - ob das klappt, sei mal dahin gestellt. Das Big Money ist da sicherlich höchst mobil - und auch die Kredit-Zinsen noch weiter zu erhöhen ? Eigentlich wollen die Notenbanken erreichen, dass mehr Kredite ausgereicht werden, um damit das Wachstum anzuheizen und somit endlich die Inflation ins Rollen zu bekommen. Doch nun lesen wir, dass die Kredit-Zinsen durch die völlig irre Geldpolitik eher steigen. Das wird natürlich auch dazu führen, dass weniger Kredite nachgefragt werden.

Auf alle Fälle aber wirft es wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit der aktuellen Geldpolitik. Ja, es gibt einen Abwärtsdruck bei den Preisen. Und nein, es droht keine Abwärtsspirale. Das ist der große Denkfehler der Währungshüter, davon bin ich überzeugt. Meiner Meinung nach sind die Preissteigerungsraten nur aus einem einzigen Grund so niedrig: Wegen der jahrelangen Mega-Baisse der Rohstoffpreise. Die Industrienationen haben heute einen sehr hohen Wettbewerbsgrad in ihrer Wirtschaft erreicht. Deswegen müssen Kostensenkungen auch umgehend weitergegeben werden, oder die Konkurrenz schnappt Marktanteile weg. Deswegen können sich EZB, Fed und Co strecken wie sie wollen, es wird ihnen nicht gelingen, mit ihrer Geldpolitik die Inflation in Gang zu bekommen. Doch was passiert, wenn die Rohstoffpreise wieder auf breiter Front steigen, wie es sich im laufenden Jahr ja andeutet? Der wohl wichtigste Inflations-Katalysator unter den Rohstoffen dürfte der Ölpreis sein. Dieser hat sich im laufenden Jahr wieder deutlich von seinen Tiefständen erholt, ist aber im historischen Vergleich immer noch eher günstig. Klar würde Draghi jetzt einwenden, solange sich die Konjunktur nicht erholt, wird sich auch der Ölpreis nicht richtig erholen. Doch das ist eine einseitige Betrachtung der Nachfrage-Seite. Die Preise können auch steigen, wenn die Nachfrage stagniert oder gar fällt. Nämlich genau dann, wenn das Angebot noch deutlicher sinkt. Das deutet sich auch schon an. Zu den niedrigen Ölpreisen sind immer mehr Ölförderprojekte unrentabel. Besonders deutlich wird das beim Fracking, wo die Förderung besonders deutlich ist. Vor allem in den USA ist die Ölförderung schon stark rückläufig. Alleine in der letzten Woche ist die Öl-Produktion in den USA erneut um 23.000 Barrel pro Tag gesunken!

Ich wage also die diabolische These, dass die Notenbanken derzeit mit ihrer Geldpolitik nur wenig bis gar keinen Einfluss auf die Inflation haben. Dafür bauen sie aber mit ihren Maßnahmen neue Bedrohungsszenarien auf. Zur Erinnerung: Auch die erste Finanzkrise wurde durch die Fed begründet. Sie hat mit voller Absicht den Immobilienboom befeuert, auf dessen gierigem Fundament dann von den Investmentbankern die toxischen Papiere erfunden wurden, um der Welt Billionen von Dollar abzusaugen. Die Folgen sind bekannt und heute noch nicht vollständig überwunden.

Hoffen wir mal, dass es glimpflich ausgehen wird. Schäden sind aber erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Kurzfristig dürfte die Geldpolitik die Finanzmärkte weiter anfeuern. Es empfiehlt sich aber weiterhin, das ganze Treiben mit einem wachsamen Auge zu betrachten!

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

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