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Kommt jetzt die Zinswende?

von Carsten Englert

Derzeit redet alles über den neuen US-Präsidenten Donald Trump. Doch bis Januar ist offiziell immer noch Barack Obama im Amt. Dabei sitzt er nicht nur im Oval Office und zählt den Countdown bis zur Demission. Derzeit befindet sich Obama auf Abschieds-Tour in Europa. In dieser Woche hatte er dabei vor Ort die Griechen aufgefordert ihren Schuldenberg abzubauen. Damit hat er sicherlich Recht, das wäre dringend angebracht. Doch wenn das ausgerechnet Obama fordert, ist das ungefähr so, als würde Uli Hoeneß die Deutschen zu mehr Steuerehrlichkeit ermahnen. Barack Obama hat in den acht Jahren seiner Amtszeit die Verschuldung seines Landes von 10,7 Billionen Dollar auf 20,1 Billionen Dollar erhöht und damit fast verdoppelt. Man kann es auch anders ausdrücken: Obama hat in acht Jahren beinahe genau so viele neue Schulden gemacht wie alle anderen Präsidenten vor ihm zusammen. In jedem einzelnen Jahr seiner Regentschaft hat er mindestens mehr als das Doppelte - in der Spitze sogar das Fünffache! - der griechischen Gesamtverschuldung an Neuverschuldung hinzugefügt. Manchmal wäre es wirklich angebracht, nicht den Oberlehrer spielen zu wollen ?

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Derweil zwitschern die Vögel vom Dach, was lange Zeit verdrängt wurde: Die Zinswende nähert sich. Erstaunlicherweise nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa. Die Chefin der wohl mächtigsten Notenbank der Welt, Janet Yellen, hatte in ihrer ersten Rede anno trumpini erklärt, dass eine Zinserhöhung "relativ bald" angebracht sein könnte. Bislang klang Yellen da immer etwas zurückhaltender. Die Frage, ob es sich dabei auch um ein gewisses Nachtreten des Establishments handelt, gegen das Trump erklärtermaßen vorgehen will, ist natürlich reine Spekulation. Denn eines ist klar: Kommt die Zinswende, wird das Trump vieles erschweren. Bei der schon angesprochenen gigantischen Verschuldung der USA von 20 Billionen Dollar wird der Staatshaushalt jeden zehntel Prozentpunkt steigender Zinsen im Milliarden-Dollarbereich spüren.

Doch auch in Europa scheint sich die geldpolitische Stimmung zu wenden. Zuletzt hatte die EZB schon ihre Anleihenkäufe reduziert. Doch das könnte man auch darauf zurückführen, dass es schlicht nicht mehr genug Anleihen gibt, die die Voraussetzungen erfüllen. Doch in dieser Woche hat der EZB-Direktor Yves Mersch für Aufsehen gesorgt, indem er sagte, die EZB steuere langsam auf eine Abkehr von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik zu. "Wir sind wahrscheinlich nicht mehr weit von dem Zeitpunkt entfernt, an dem wir eine solche Aussage machen können", sagte Mersch am Donnerstag in Frankfurt. Allerdings wies Mersch darauf hin, dass man dabei aber auch behutsam vorgehen müsse.

Für die Aktienmärkte mag das kurzfristig negativ sein, wenn die Liquiditäts-Junkies auf dem Parkett erst mal ihren "Turkey" abarbeiten müssen. Doch langfristig kann der Weltwirtschaft und dem Finanzsystem nichts Besseres passieren als eine Beendigung dieses Wahnsinns und einer Rückkehr zur Normalität. Sollte es die nicht oder zu spät geben, droht dem Finanzsystem auf lange Sicht der komplette Zusammenbruch.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

Top3 der laufenden Empfehlungen:

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