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Griechenland: Woche der Wahrheit

von Carsten Englert

Frankfurt, 12.06.2015: Diese Börsenwoche war bislang sehr aufschlussreich. Bin ich in der Vorwoche noch davon ausgegangen, dass der wankende Anleihenmarkt der Hauptbelastungsfaktor ist und eine gewisse Überhitzung sowie Griechenland die Probleme sind, die den DAX bremsen, weiß ich es nun besser. Denn kaum kamen am Mittwoch Spekulationen über US-Medien auf, dass es zu einer Einigung mit den Griechen kommt, weil unsere Teflon-Kanzlerin Angela Merkel einlenkt, schossen die Kurse nur so in die Höhe! In der Spitze um mehr als 550 Punkte in nur zwei Handelstagen. Als die Gerüchte dementiert wurden, ging es wieder deutlich nach unten, wenngleich auch nicht wieder auf das Ausgangsniveau.
Daraus kann man eindeutig den Umkehrschluss ziehen, dass es vor allem und einzig Griechenland ist, das den Markt derzeit bremst. Zudem zeigt sich, dass - sofern keine Bremsklotz da ist - doch noch sehr viel Kauflaune und Kaufdruck im Markt ist. Denn das Aufwärtstempo in den beiden Tagen nach den Gerüchten war enorm. Dabei hat sich das Gerücht aus den USA bislang noch gar nicht bestätigt. Das Kanzleramt hat sie sogar dementiert. Aber es scheint außer Frage, dass es zu einer Einigung kommen wird. So oder so. Denn die Folgen einer Pleite Griechenlands mit einem Grexit sind unkalkulierbar. Für die Finanzmärkte und in der Folge auch für die Realwirtschaft.

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Vor allem müsste dann Frau Merkel dem Wahlvolk erklären, warum riesige Milliardenbeträge nun verloren sind - denn erst dann wären die immensen Kredite und Bürgschaften auch wirklich verloren - und warum damit ein Einbruch der Konjunktur in Europa riskiert wurde. Wenn Merkel es so weit treiben würde, dass der Grexit alles durchschüttelt, müsste sich Merkel zudem kritische Fragen zu dem Warum anhören. Und wir wissen alle, wie gerne unsere Teflon- Kanzlerin kritische Fragen hört ...

Ende Juni soll es soweit sein, dass Griechenland theoretisch die (künstlich am Leben gehaltene) Zahlungsfähigkeit abhandenkommt. Ich würde fast darauf wetten, dass Teflon-Angie in letzter Sekunde einlenkt, da es ja nicht anders ging. Damit musste unbedingt Schlimmeres verhindert werden. Was ja auch stimmt. Nur kann man davon ausgehen, dass der Plan jetzt schon existiert und jetzt etwas Austeritäts- und Reformballyhoo für das einfache Wahlvolk veranstaltet wird. Für Anleger heißt das, dass in zwei bis drei Wochen die nächste große Börsenparty eingeleitet werden könnte, wenn die eiserne Troika ihre nächsten Zahlungen (auch ohne Reformen, oder mit einem kleinen Show-Reförmchen) freigibt, damit Tsipras und Varoufakis die nächsten Kreditraten zahlen können. Mit einem neuen Kredit ?

Aber eines sollten Anleger beachten: Auch wenn der Markt das Anleihen-Crash Szenario nicht einrechnet. Vom Tisch ist es deswegen noch lange nicht. Anleger sollten daher den Anleihenmarkt im Auge behalten! Es kann vielleicht auch nicht schaden, sich mit einer kleinen far-out-of-the-money Put-Option gegen einen möglichen Crash zu versichern. Wie das geht, wissen die Leser des Investoren-Kompasses!

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

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