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Geld weg – Gold hoch!

von Carsten Englert

Bislang war es ein gutes Jahr für Goldanleger. Vor kurzem hat das Edelmetall sogar erstmals seit Januar 2015 wieder die Marke von 1.300 Dollar je Feinunze überschritten. Nun holt der Goldpreis allerdings erst mal wieder Luft. Viele Anleger fragen sich da: Wie geht es mit Gold weiter? Ich versuche in dieser Kolumne, dieser Frage nachzugehen!

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Seit Jahresbeginn hat das gelbe Edelmetall bereits knapp 21 Prozent zugelegt. Charttechnisch sieht es ganz gut aus, dass noch weitere Preissteigerungen machbar sind. Der Goldpreis läuft noch innerhalb seines aktuellen Aufwärtstrendkanals und strebt dort gerade der oberen Begrenzung entgegen. Doch viel wichtiger ist die fundamentale Lage bei Gold. Der derzeit wohl wichtigste Kurstreiber bei Gold ist die Investmentnachfrage. Dieser Kausalzusammenhang lässt sich gut am Vergleich der Bestände der Gold-ETFs belegen. Erst als diese anfingen stark zuzunehmen, machte sich der Goldpreis auf dem Weg zu seinem weit entfernt scheinenden Allzeithoch nahe der 2.000-Dollar-Marke. Doch seitdem sinken die Bestände tendenziell deutlich und der Goldpreis befindet sich nun bei knapp unter 1.300 Dollar wieder. Der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Trust beispielsweise hatte im Oktober 2008, als die große Gold-Rallye begann, eine Bestand von etwa 750 Tonnen Gold. Kurz nachdem der Goldpreis sein Allzeithoch erreichte, waren es bereits knapp 1.300 Tonnen Gold. Ende 2015, als der Goldpreis auch sein Mehrjahrestief markierte, sank der Bestand bis auf 630 Tonnen Gold. Doch mittlerweile sind wir wieder bei knapp 830 Tonnen, was die gute Performance seit Jahresanfang erklärt.

Damit ist klar: Wenn man wissen will, wie es mit Gold weiter geht, muss man vor allem Wissen, was die Investmentnachfrager umtreibt. Und da wird Gold vor allem aus zwei Gründen nachgefragt: Als Absicherung bei allgemeinen systemischen Krisen oder bei ausufernder Inflation. Diese ist natürlich nicht vorhanden. Aber: Die Notenbanken versuchen alles in ihrer Macht stehende, um diese in Gang zu bringen, weil das Gegenteil - die Deflation - als Wachstumsbedrohung angesehen wird. Daher haben die Maßnahmen der Notenbanken immer großen Einfluss auf den Goldpreis. Dabei kommt es vor allem auf die drei großen Notenbanken Bank of Japan (BoJ), Federal Reserve und Europäische Zentralbank (EZB) an. Während die BoJ und die EZB das Gaspedal noch immer komplett bis zum Anschlag drücken und weiter nach Möglichkeiten suchen, noch mehr Gas zu geben, hat die Federal Reserve schon längst den Fuß etwas vom Gas genommen. Schon im vergangenen Jahr wurde das Quantitative Easing auf null runtergefahren und es gab auch schon eine erste Zinserhöhung, symbolischer Natur. Die alles entscheidende Frage ist nun: wird die Fed weiter die Zinsen anheben oder nicht? Da gibt es noch keine eindeutige Aussage dazu. Doch ich bleibe hier bei meiner Einschätzung: Die Fed kann die Zinsen gar nicht viel weiter anheben, da dann der amerikanische Staat mit seiner Rekordverschuldung von aktuell fast 20 Billionen Dollar (Quelle: IWF) in große Nöte kommen wird. Das Kokettieren mit Zinserhöhungen ist reines Blendwerk und soll nur suggerieren, dass sich die Lage wieder normalisieren könnte. Schon jetzt wächst die Verschuldung der USA um 800 Milliarden Dollar pro Jahr. Wenn die Zinslast dann aufgrund steigender Leitzinsen wächst, würde der Schuldenberg noch dramatischer steigen. Damit dürfte klar sein, dass den Gold-Bullen von dieser Seite keine Steine in den Weg gelegt werden.

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Doch es gibt auch einen neuen Aspekt, der sehr bald sehr große Wirkung auf den Goldpreis entfalten könnte: Die drohende Bargeldabschaffung. Erst diese Woche gab es Neuigkeiten: Die EZB hat offiziell erklärt, dass der 500- Euro-Schein abgeschafft wird. Das darf getrost als Versuchsballon aufgefasst werden, um zu testen, wie die Menschen auf eine Bargeld(teil)abschaffung reagieren. Für die Notenbanken ist die Bargeldabschaffung zwingende Voraussetzung, um Negativzinsen einführen zu können und um sie teilweise zu enteignen zur Finanzierung der explodierenden Staatsverschuldung.

Den Regierungen selbst wird dadurch eine noch lückenlosere Überwachung seiner Bürger möglich. Einen Versuch wird es geben, das Bargeld abzuschaffen. Doch das, liebe Leser, sollten Sie nicht zulassen und dann notfalls auf die Straße gehen, um dagegen zu protestieren! Nochmals: Eine Bargeldabschaffung dient einzig dazu, die Bürger zu enteignen und sie dient der Totalüberwachung. Lassen Sie das nicht zu!! Doch die Bürger sind ja findig, wie man schon jetzt teilweise sieht. Auch und vor allem in den USA (siehe oben: ausufernde Staatsverschuldung) wird es diesen Versuch geben, zumal dort die Bereitschaft der Menschen zur Zahlung mit Kreditkarte viel ausgeprägter ist als in Europa oder gar in Deutschland. Aber ganz aufgeben will man dort die Freiheit des Bargelds nicht. Das zeigen die Daten zur Goldmünzen-Nachfrage. Laut der US-Münzanstalt wurden im April 105.500 Unzen Goldmünzen verkauft. Das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahresmonat. Im laufenden Jahr wurden insgesamt schon 351.000 Unzen verkauft. Das ist doppelt so viel wie in den ersten vier Monaten 2015. Goldmünzen (und Silbermünzen) dürften nach meiner Einschätzung ganz klar die Rolle als ein Ersatzbargeld annehmen, sollte dieses ernsthaft abgeschafft werden. Clevere US-Anleger haben das schon erkannt und decken sich jetzt zu noch günstigen Preisen mit Goldmünzen ein! Kommt die Bargeldabschaffung oder auch nur der ernsthafte Versuch, das durchzusetzen, wird das den Gold- und Silberpreis in neue Sphären katapultieren!

Das ist sicherlich auch kein schlechter Rat für Anleger hierzulande! Aber es ist auch ein wichtiger Rat, sich dagegen zu wehren, wenn es soweit kommen sollte! Vielleicht kann der Bürger doch auch mal seine Interessen gegen die der Mächtigen durchsetzen. Es müssen sich nur genügend Menschen dagegen wehren!

In diesem Sinne: Ein schönes, sonniges Wochenende!

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